Maginot-Linie im Krieg 1939-1940

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Die Kämpfer

"The foundations of the Maginot Line were the war cemeteries of France." 

Vivian Rowe, The Great Wall Of France (Putnam: London, 1959)

Krieg ist eine Angelegenheit von Menschen. Die Geschichten der einzelnen Soldaten sind die wahre Geschichte der Kämpfe.  Hier sind einige die wir kennen:

Deutsche Soldaten

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Autogrammkarte mit Alfred Germers Unterschrift

Oberleutnant Alfred Germer (71. Infanterie-Division).  Als Kommandeur der 1. Kompanie des Pionier-Batallions 171 leitete Alfred Germer den Angriff auf das Werk La Ferté (auch bekannt als Panzerwerk 505). Am 18. Mai griff Germers Sturmtrupp unterstützt von der Infanterie das Werk an und zerstörte die Panzerkuppeln und den Turm des Werkes mit Sprengladungen. Die Ladungen führten zu Bränden und Sekundär-Explosionen im Werk. Rauch und Dämpfe der Feuer töteten die gesamte Besatzung des Werkes welche sich geweigert hatte zu kapitulieren obwohl ihr Kampf aussichtslos war.  La Ferté war das erste Werk der Maginot-Linie welches erobert wurde. Für seine Rolle  bei dem Angriff wurde Oberleutnant Germer das Ritterkreuz verliehen.

 

Während des Russlandfeldzugs kämpfte Germer 1941 in Kiev. Danach wurde er zur Pionierschule versetzt. Im Frühjahr 1943 kehrte Germer zur 71. ID zurück und wurde Kommandeur des Pionier-Batallions 171. Er verließ die 71.ID 1944 um an der Kriegsakademie für den Generalstab geschult zu werden. Als Major ging Germer im September 1944 zum VI.A.K. und nahm am Rückzug aus Ostpreußen teil. Er wurde im März 1945 bei Breslau als vermisst gemeldet.

Personalakte von Oberleutnant (später Major) Germer

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Foto aus dem Soldbuch von Franz Netzsch

Unteroffizier Franz Netzsch (215. Infanterie Division).  Geboren 1913 in Bayern war Franz Netzsch ein Instrumentenbauer von Beruf. Er trat in die Wehrmacht als Pionier ein und kam am 26. August 1939 zur 215. ID. Zum Zeitpunkt des Angriffs auf die Maginot-Linie war er Unteroffizier in der 3. Kompanie des Pionier-Batallions 204. Für seine Leistung bei dem Angriff wurde ihm am 3. Juli 1940 das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen.

 

Im Januar 1941 wurde Netzschs Einheit zur 6. Gebirgsdivision versetzt wo er an der Invasion Griechenlands teilnahm. Später diente er in Murmansk und Petsamo in Finnland. Ihm wurden das Infanterie-Sturmabzeichen und die Ostmedallie in 1942 verliehen. Am 1. Juni 1944 wurde er zum Feldwebel befördert.  Nach dem Rückzug der Deutschen aus Finnland diente er in Norwegen bis zum Kriegsende als sich seine Einheit den Briten ergab. Nietzsch hatte damit 6 Jahre in der Wehrmacht gedient und den Krieg überlebt.