Oberleutnant Alfred Germer (71. Infanterie-Division).
Als Kommandeur
der 1. Kompanie des
Pionier-Batallions 171 leitete Alfred Germer den Angriff auf das Werk La Ferté
(auch bekannt als Panzerwerk 505). Am 18. Mai griff Germers Sturmtrupp unterstützt von der Infanterie das Werk an und zerstörte
die Panzerkuppeln und den Turm des Werkes mit Sprengladungen. Die Ladungen führten zu Bränden und Sekundär-Explosionen im
Werk. Rauch und Dämpfe der Feuer töteten die gesamte Besatzung des Werkes welche sich geweigert hatte zu kapitulieren obwohl
ihr Kampf aussichtslos war. La Ferté war das erste Werk der Maginot-Linie welches erobert wurde.
Für seine Rolle bei dem Angriff wurde Oberleutnant Germer das Ritterkreuz verliehen.
Während des Russlandfeldzugs kämpfte Germer 1941 in Kiev. Danach wurde er zur Pionierschule versetzt. Im Frühjahr 1943
kehrte Germer zur 71. ID zurück und wurde Kommandeur des Pionier-Batallions 171. Er verließ die 71.ID 1944 um an der Kriegsakademie
für den Generalstab geschult zu werden. Als Major ging Germer im September 1944 zum VI.A.K. und nahm am Rückzug aus Ostpreußen
teil. Er wurde im März 1945 bei Breslau als vermisst gemeldet.